Inspiration Gedanken - Gedichte - Zitate Die Bohnengeschichte Es war einmal eine sehr alte Frau, die glücklich und zufrieden lebte. Viele Menschen beneideten sie, weil sie eine echte Lebenskünstlerin war. Die alte Frau verließ niemals ihr Haus, ohne eine Hand voll getrocknete, weiße Bohnen mitzunehmen. Sie tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein, sie steckte sie einfach in die rechte Tasche ihrer Jacke. Jedes Mal, wenn sie tagsüber etwas Schönes erlebte - den Sonnenaufgang, das Lachen eines Kindes, eine kurze Begegnung, ein gutes Mahl, einen schattigen Platz in der Mittagshitze - nahm sie dies ganz bewusst wahr, freute sich darüber von Herzen und ließ eine Bohne von der rechten Tasche in die linke gleiten. War das Erlebnis besonders schön und gar überraschend, wechselten zwei oder drei Bohnen die Seite. Abends saß die alte Frau dann zu Hause und zählte die Bohnen aus der Tasche. Sie zelebrierte dies geradezu und führte sich so vor Augen, wie viel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war. Und auch an einem Abend, an dem sie bloß eine Bohne zählen konnte, war der vergangene Tag ein gelungener Tag - es hatte sich zu leben gelohnt. (Quelle unbekannt) Das Schöne dabei ist, dass sich diese Idee von Jung und Alt umsetzen lässt. Und man kann einander sogar davon erzählen: Eltern können sich am Abend mit ihren Kindern zusammensetzen und einander die „Bohnenmomente“ erzählen. Paare können das auch tun; allein Lebende können sie telefonisch teilen. Es gibt nur eine Voraussetzung: Sie müssen es TUN: morgens eine Handvoll Bohnen in die eine Tasche stecken, tagsüber Bohnen wandern lassen, abends Revue passieren lassen, einen Moment dankbar sein.